ENDLICH wieder etwas für MICH tun...

 

Sei gut zu Dir! Dein Körper hat auch nach der Schwangerschaft viel Aufmerksamkeit und Pflege verdient. Denke daran: er hat gerade ein Wunder vollbracht und ein kleines, perfektes Wesen auf die Welt gebracht! Dein Körper hat neun Monate gebraucht, um das Gewicht zuzunehmen. Geh davon aus, dass es auch Monate dauern wird, bevor Du zu Deiner ursprünglichen Form zurückgefunden hast. Sei geduldig und höre auf die Signale Deines Körpers. Schwangerschaft und die Monate (und Jahre) danach sind im Leben einer Frau eine wundervolle, aber auch herausfordernde Zeit: nicht selten sind wir überwältigt, überfordert, überarbeitet und übermüdet vom Alltag mit unseren Kleinen. Mamas neigen dazu, ihre eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen und hinten an zu stellen. Aber die Bedürfnisse der Mutter sind genauso wichtig wie die des Kindes.

 

Gerade nach Schwangerschaft und Geburt ist es an der Zeit, etwas für sich und seine Gesundheit zu tun! Sport ist KEIN organisatorischer Luxus, den man sich als frischgebackene Mama nicht leisten kann! Setz Dich und Dein Wohlbefinden auf der Prioritätenliste ganz nach oben - gleich neben das Baby. Denn nur wer sich gut um sich selbst kümmert, kann sich auch gut um andere kümmern. Die Zeit, die Du in Dich investiert, ist gut für Dich UND das Baby. Studien haben gezeigt, dass Babies, die ihre Mamas als zugewandt, glücklich, ausgeglichen und zufrieden erleben, leichter eine gute Bindung zu ihren Müttern aufbauen und sich emotional, kognitiv und körperlich besser entwickeln können.

 

 

Ich möchte so gerne wieder Sport betreiben, darf ich das nach Schwangerschaft und Geburt?

Aber klar, keine Frau soll auf Bewegung verzichten müssen - im Gegenteil! Trotzdem gibt es bei einem Wiedereinstieg in den Sport nach Geburt und Schwangerschaft einige Besonderheiten, die es zu beachten gilt.

 

Rückbildung first!  

Der Beckenboden ist aufgrund von Schwangerschaft und Geburt geschwächt. Durch die Hormone wird nämlich die Muskelspannung etwas geringer, aber gleichzeitig muss der Beckenboden von Woche zu Woche mehr Gewicht halten. Also muss danach die Muskulatur des Beckenbodens trainiert werden, um eine Gebärmutter- oder Blasensenkung zu verhindern. Es dauert bis zu neun Monate, bis der Beckenboden wieder stark genug ist für alle(!) Sportarten. Daher ist es für jede frischgebackene Mama ein MUSS zum Rückbildungskurs zu gehen!

 

Rectusdiastase

Die Bauchmuskeln wurden durch den großen Bauch überdehnt und sind auseinander gewichten, diesen Spalt bezeichnet man als Rectusdiastase. Dadurch sind sie schwächer und können den Oberkörper weniger gut stabilisieren als vor der Schwangerschaft. Bei fitdankbaby machen wir daher überwiegend Bauchübungen für die schräge Muskulatur. Nur Mütter, die den Rectusdiastase-Test bestanden haben, dürfen auch die gerade Bauchmuskulatur statisch trainieren! 

 

Gelenke schonen!

Das Hormon Relaxin sorgt in der Schwangerschaft dafür, dass die Mutterbänder, die die Gebärmutter im Bauchraum fixieren, flexibler werden. So können die Bänder auf das Wachstum der Gebärmutter besser reagieren und nachgeben. Aber auch die übrigen Bänder im Körper sprechen auf das Relaxin an, die meisten Frauen merken, dass sie in der Schwangerschaft etwas beweglicher werden. Diese Wirkung hält noch einige Monate nach der Geburt an und sorgt für eine geringere Belastbarkeit. Daher zuerst kein Training mit schweren Gewichten, kein hopsen, laufen, springen (Step Aerobic, Joggen). "Erschütternder" Sport beansprucht den Körper noch zu sehr - es braucht einfach seine Zeit, bis er wieder voll belastbar ist.

 

Sport trotz Stillen?

Jede stillende Mutter kann Sport treiben, solange sie sich dabei wohlfühlt und nicht überanstrengt. Am besten wird das Baby vor dem Sport gestillt - dann hat man nicht das Gefühl von spannenden Brüsten und kann sich freier bewegen. Ganz wichtig ist, nicht auf das Trinken zu vergessen. Beim Sport verliert man Flüssigkeit, aber auch zum Stillen benötigt der Körper zusätzliche Flüssigkeit. Wenngleich man so rasch wie möglich wieder seine alte Figur zurück haben möchte: wer in der Stillzeit hungert, riskiert, dass sich Schadstoffe aus dem Körper lösen und in die Milch übergehen.

 

 

Wichtig bei Sport generell ist, dass jede Frau auf ihren Körper hört, bei Schmerzen das Training sofort abbricht und mit ihrem Arzt über mögliche Ursachen spricht. Denn der wichtigste Gradmesser bei sportlicher Betätigung ist immer der eigene Körper!